Obwohl Thailand ein sehr exotisches Land ist, merkt man als Tourist so gut wie gar nichts davon. Sobald du aber eine persönliche Beziehung mit einem Thai eingehst, kannst du sehr schnell bemerken: alles, was du im Westen über zwischenmenschliche und soziale Beziehungen gelernt hast, hat hier keinen Wert.
Thais haben andere Prioritäten als Westler. Was einem Farang wichtig ist, mag einem Thai nicht wichtig sein. Was einem Thai wichtig ist, mag einem Farang nicht wichtig sein. Die westliche Kultur und die thailändische Kultur haben so gut wie keine Berührungspunkte.
Für Leute aus dem Westen sind vor allem die sehr hohe Sprach-Barriere und die Kultur - Unterschiede nur schwer überwindbar. Nur wer versucht, diese Unterschiede zu verstehen, kann einen dauerhaften Kontakt zu einem Thai aufbauen. Lese und verstehe also, was die Thais denken, was ihnen wichtig ist und was ihnen nicht so wichtig ist.
☆ Der Thai und seine Lebensphilosophie
☆ Die Thai-Höflichkeit
☆ Der Thaispaß
☆ Der Thai und die Geister
☆ Der Thai und das Karma
☆ Das Thai-Lächeln
☆ Der Thai und die Familie
☆ Der Thai und das Geld
Als Einführung ins Thema solltest du dir folgendes Video ansehen. Wer all die Details, die da gezeigt werden, nachvollziehen kann, hat schon einen grossen Schritt hin zum Verständnis der Thaikultur gemacht:
Abschluss-Veranstaltung der 6. Klasse der christlichen Privatschule “Assumption Convent” an der Silomstrasse, Bangkok. Tische und Stühle sind beiseite geräumt. Denn wenn ein Thai es sich so richtig gemütlich machen will, setzt er sich im Schneidersitz auf den Fussboden. Eine Lehrerin hält ab 3:00 eine Rede und erinnert die Schülerinnen an die Güte und Liebe, die sie anderen Menschen entgegenbringen sollten. Und an die buddhistischen Werte. Einige Schülerinnen, die sich wohl an eigene Versäumnisse im vergangenen Schuljahr erinnern, fangen an zu weinen. Ab 6:00 weint die ganze Klasse. Auch eine Lehrerin weint. Ein Lehrer verteilt Taschentücher. Zum Abschluss der Ansprachen tanzen dann ab 16:00 die Lehrer vor den Schülerinnen. Danach wird dann nur noch gelacht und gesungen. Ab 19:00: Ehrung einer christlichen Nonne. Ab 20:00 fängt das Unterhaltungsprogramm an (Schülerinnen tanzen zum Lied "Ich denke an dich").
"Es gibt eine Vollkommenheit, tief inmitten alles Unzulänglichen. Es gibt eine Stille, tief inmitten aller Rastlosigkeit. Es gibt ein Ziel, tief inmitten aller weltlichen Sorgen. Das bist DU" (nach Buddha).
"So sehr du auch suchst, du wirst in diesem grenzenlosen Universum niemanden finden, der deine Liebe so sehr verdient wie du selbst" (nach Buddha).
"Jeder von uns ist ein Gott. Jeder von uns ist allwissend. Wir müssen lediglich unser Bewusstsein öffnen, um unserer eigenen Weisheit zu lauschen" (nach Buddha).
1. "Er sollte höflich sein",
2. "Man muss Spass mit ihm haben können",
3. "Er muss Verantwortung für seine Familie zeigen".
Westliche Werte wie Ehrlichkeit, Treue, Zuverlässigkeit usw. spielen auch eine gewisse Rolle, aber nur unter "ferner liefen" und sind nur etwa 5 -10 % der Befragten "wichtig".
Sinnbild des Buddhismus wie der Thai-Philosophie ist die Knospe der Lotosblüte. Eine Lotospflanze kann nur im Sumpf wachsen. "Die Fähigkeit Schmutz von sich zu weisen, ließ den Lotus in weiten Teilen Asiens zum Sinnbild für Reinheit, Weisheit und Schönheit werden. Trotz der widrigen Umstände bildet die Lotuspflanze an der Wasseroberfläche eine reine, saubere und wunderschöne Blüte. Überträgt man diese Symbolik auf das menschliche Leben, so steht der schmutzige, morastige Untergrund für die Widrigkeiten des menschlichen Lebens. Wäre die Lotuspflanze mit menschlichen Wertvorstellungen behaftet, könnte sie niemals eine Lotusblüte ausbilden. Die Pflanze wäre viel zu sehr damit beschäftigt, sich über den schmutzigen Morast aufzuregen." (Quelle).
Der Thai und das Geld. Die Durchschnitts-Thais leben im Hier und Jetzt. Das ist schliesslich auch das, was Buddha gelehrt hat. Geld, das reinkommt, wird meistens sofort wieder ausgegeben und nichts wird gespart. Grössere Anschaffungen werden mit Krediten finanziert.
Die Bank von Thailand verrät, wie viel die Thais auf ihren Bankkonten haben
- Etwa 73 Millionen oder 88 % der Sparkonten haben ein Gesamtvolumen von unter 5.000 Baht
- Es gibt 3 Millionen Konten mit Guthaben in Höhe von 5.000 bis 100.000 Baht.
- Es gibt 4 Millionen Konten mit 100.000 Baht bis zu einer halben Million Baht.
- Rund 900.000 Konten enthalten Einsparungen von 500.000 bis eine Million.
- Es gibt auch 900.000 Konten mit mehr als 1 Million Baht oder rund 1 % des Gesamtbetrags.
Wer einen Menschen schon etwas genauer kennt, dem ist auch sein Verantwortungsgefühl für die Familie wichtig. Wobei unter "Familie" die Herkunftsfamilie mit Grosseltern, Eltern, Geschwistern, Tanten und Neffen gemeint ist. Der Thai fragt sich also konkret: "Wie behandelt dieser Mensch seine Eltern?".
Ganz oben auf der Liste steht jedenfalls "höflich sein", was aber was ganz anderes bedeutet als im Westen. Übersetzt bedeutet es so viel wie: immer und in jeder Lebenssituation positiv denken, fühlen und handeln. Im Einklang mit der Welt und dem Karma sein.
- andere Leute immer mit Respekt behandeln (auch und besonders Leute, die man nicht leiden kann. Allerdings können Thais ohnehin alle leiden),
- eine gepflegte und allseits "schöne" Erscheinung, weil sie den Respekt ausdrückt, den man seinen Mitmenschen gegenüber hat,
- Problemen in allen (!) Lebenssituationen mit Gleichmut gegenübertreten (auch und besonders in extremen Lebenssituationen).
Was es NICHT heisst: immer lächeln, der Frau in den Mantel helfen, immer schön 'Danke', 'Bitte'', 'Guten Tag' und 'Auf Wiedersehen' sagen usw. - das ist in Thailand keine Höflichkeit. Thailändische Höflichkeit ist daher nicht dasselbe wie Höflichkeit, wie sie im Westen verstanden wird. Im Westen sind es häufig nur bestimmte formale Verhaltensregeln. So gesehen können Thais schon mal ziemlich unhöflich sein. Die Thai-Höflichkeit ist letztlich ein rationales Verhalten. Wer nämlich ein Optimum an positivem Feedback von seiner Umwelt erhalten will, der kann sich gar nicht anders verhalten.
Höflichkeit und ein "kaltes Herz" (dschai yen") kennzeichnen in Thailand einen "charakterlich reifen" Menschen. Ein kaltes Herz bedeutet: sich nicht von aktuellen Emotionen hinreissen zu lassen.
Die Grundlage des Thai - Verhaltens bildet die buddhistischen Lebens - Philosophie: "Nichts Böses denken. Nichts Böses sagen. Nichts Böses tun". Diese ist für Thais nicht nur leere Verhaltensvorschriften, sondern die Thais halten sich auch im Alltag strikt daran. Oder besser: sie ist seine "zweite Natur". Also: wer nichts Böses denkt, sagt, tut - der ist höflich. Und vor allem: er hat ein gutes Karma. Wer ein gutes Karma hat, dem passieren nur gute Dinge im Leben.
Wenn ein Thai im Kontakt mit einem Westler sich merkwürdig distanziert oder sich gar ablehnend verhält, dann hat sich der Westler wohl etwas unhöflich verhalten. Der Thai macht dem Westler deswegen keine Vorwürfe (das wäre ja unhöflich), denn der Westler kommt ja aus einer anderen Kultur und weiss es vielleicht gar nicht besser. Aber eine Freundschaft zwischen beiden kann so nur schwer entstehen.
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Zitat: “If you want to lose friends quickly, start bragging about yourself; if you want to make and keep friends, start bragging about them.”
Von Kindheit an lernt ein Thai, dass die Gemeinschaft eine höhere Bedeutung hat als das Individuum. Auf den Schulen steht weniger der Lernstoff im Vordergrund als die Förderung des Gemeinsinns. Siehe hierzu: Thailand Kinder Schule Universität > Lernziele für die Grundschulstufe (englisch).
Hier die wichtigsten Ziele der Grundschul-Ausbildung:
- Das Verstehen der eigenen Person, der natürlichen Umwelt und des sozialen Wandels.
- Die Fähigkeit, Sorge zu tragen für seine eigene Gesundheit und die der Familie.
- Die Fähigkeit, die Gründe für persönliche Probleme und die der Familie zu identifizieren und wissenschaftliches Denken anzuwenden, um Wege und Mittel vorzuschlagen, um diese Probleme zu lösen.
- Der Stolz ein Thai zu sein, Selbstlosigkeit, ehrliche Gesinnung.
- Die Fähigkeit, glücklich mit anderen zusammen zu leben.
- Das Wissen und Verstehen von sozialen Bedingungen und des Wandels zuhause und in der Gemeinde.
- Die Fähigkeit, Verantwortlichkeiten auszuführen als gute Mitglieder der Familie und der Gemeinde.
- Und bei den Pfadfindern lernen sie zudem noch: "Harmonie erfahren - anderen Menschen helfen - jedem Menschen ein Freund sein - vor Schwierigkeiten nicht zurückschrecken".
👉 Kritik jeglicher Art, egal an wem oder an was. Auch übers Wetter redet man nicht schlecht. Wer irgendeinen anderen Menschen oder eine Sache schlechtmacht, hat einen "nicht-guten Charakter". Mit einem solchen Menschen möchte man nicht zusammensein.
Eine Filipina erklärt thailändische Verhaltensregeln (englisch)
Do's and Don'ts of Thailand (simplified)
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| So nicht.... |
👉 Schlecht gekleidet sein (z.B. Gummilatschen, kurze Hosen, Unterhemd usw. in der Öffentlichkeit tragen). Eine ungepflegte Frisur. Ungeduscht sein. Wer sich schlecht kleidet oder ungepflegt ist, zeigt keinen Respekt vor seinen Mitmenschen, die diesen Anblick ertragen müssen. Es ist durchaus nicht so wie im Westen, wo junge Leute Äusserlichkeiten weniger wichtig nehmen als die älteren. Auch die jungen Thais legen viel Wert auf die äussere Erscheinung.
Thais sind immer so gekleidet, dass sie ein Stolz jeder deutschen konservativen Schwiegermutter sein könnten. Mal abgesehen von den Thais, die gerade körperlich arbeiten. Auch im Umkreis der eigenen Wohnung nehmen es die Thais mit der Kleidung nicht so genau. Da sind sie schon mal "lässig" gekleidet - aber niemals schlampig. Ein Thai weiss: der Anblick eines schönen Menschen erfreut jeden Mitmenschen. Schönheit ist daher immer ein zentrales Anliegen der Thais. Das Wort "suay" (schön) gehört zu den ca. fünf wichtigsten Thaivokabeln, die jeder Tourist kennen sollte.
👉 Mit Füssen auf irgendwas zeigen, die Beine auf den Tisch legen, besonders dann nicht, wenn der Gegenüber dann auf die Schuhsohlen blicken kann. Das ist eine schwere Beleidigung! Weil man anderen Menschen den schmutzigsten Teil seines Körpers zuwendet. Wenn im Thai-TV in amerikanischen Spielfilmen solche Szenen gezeigt werden, werden die Schuhe/ Füsse unkenntlich gemacht (verpixelt).
Auch tritt man nicht auf Dinge, auf denen buddhistische Motive oder der König abgebildet sind (z.B. Münzen, Geldscheine, Briefmarken).
👉 Mangel an Respekt vor Symbolen, Statuen usw. des Buddhismus oder des Königs. Z.B. indem ein Farang "lustige" Fotos vor Buddhastatuen schiesst, um sie dann auf Facebook usw. zu posten.
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| Die Adams-Schwestern vor einem kambodsch. Gericht |
👉 Ebenfalls würde ein Thai niemals sagen: "Ich habe Sie nicht verstanden", "Ich verstehe nicht, was Sie wollen" oder irgendwas in dieser Richtung. Das ist unhöflich, weil es eine unangenehme Situation schafft. Das ist häufig der Grund, warum Touristen bisweilen verärgert sind. Wenn ein Tourist z.B. zum Taxifahrer sagt: "Ich möchte zum Oriental-Hotel. Wissen Sie, wo das ist?", dann antwortet der Taxifahrer entweder überhaupt nicht (hier stehen die Chancen nicht schlecht, dass er weiss, wo es ist), oder er lächelt nur (das heisst in der Regel, dass er es nicht weiss) oder er antwortet mit "Ja" (hier stehen die Chancen 50 : 50).
Das Verhalten der Thais hat den Buddhismus als Grundlage. Der Buddhismus ist aber keine Ideologie oder Doktrin, die dem Menschen vorschreibt, wie er sich im Leben verhalten soll. Die Grundidee des Buddhismus ist: Glaubt nichts, nur weil ich (Buddha) es euch gesagt habe. Erfahrt selbst. Sollte die Wissenschaft eines Tages eine meiner Lehren widerlegen, so glaubt der Wissenschaft. Mach was du willst und finde das, was dich und deine Mitmenschen glücklich macht. Glück entsteht nicht durch Glauben, sondern durch Wissen. - Nach 2.500 Jahren stehen die Erkenntnisse Buddhas immer noch in Übereinstimmung mit den aktuellen Erkenntnissen der westlichen Psychologie.
Auch ein Westler weiss - zumindest theoretisch - , dass er eine Situation nicht in den Griff bekommen kann, wenn er schreit, kritisiert, ärgerlich oder sauer ist. Und dass sich die Situation durch seine Reaktion eher verschlechtert als verbessert. Er weiss auch: wenn er sich so verhält, dann ist die Stimmung dahin. Nicht nur beim Mitmenschen, sondern auch bei sich selbst. Er weiss es aber immer erst hinterher, nachdem die Situation überstanden ist, aus einer Distanz heraus. In der Regel lernt er aber nichts daraus. Bei nächster Gelegenheit verhält er sich wieder genauso. Anders als beim Buddhisten führt eine Erkenntnis beim Westler nicht zu einem entsprechenden praktischen Handeln.
Wenn ein Mann zu einer Thaifrau sagen würde: "Frauen gehören in die Küche!", dann würde die Thaifrau fragen: "Warum?". Das kann man eine rationale Reaktion nennen. Wenn ein Mann das zu einer deutschen Frau sagen würde, dann wäre sie empört oder sauer auf den Mann. Das kann man eine irrationale Reaktion nennen. Oder eine "charakterlich unreife" Reaktion.
👉 Immer und jeder Lebensituation positiv denken, reden und handeln. Damit ist eigentlich schon alles gesagt.
👉 Das Gegenteil davon, was oben alles als unhöflich aufgeführt ist.
👉 Anderen Menschen gegenüber immer aufgeschlossen sein und sie mit Respekt behandeln.
―Konfuzius
👉 "Bitte" und " danke" sind Worte, die nur dann benutzt werden, wenn es formal zugeht. Wenn man Dank ausdrücken will, reicht ein kurzes Lächeln. Wenn man jemandem ein Geschenk überreicht (z.B. zu Neujahr), wird das Geschenk häufig ohne Dank entgegengenommen. Es wird dann unausgepackt zur Seite gepackt und eventuell nie wieder erwähnt. Das ist in Thailand nicht unhöflich. So wie es übrigens auch nicht unhöflich ist, nach dem Preis des Geschenks zu fragen.
Man bedankt sich auch (in der Regel) nicht für kleine Gefälligkeiten oder Selbstverständlichkeiten. Bei der Kellnerin bedankt man sich nicht fürs Wechselgeld, beim Schaffner nicht für den Fahrschein usw. Oder wenn jemandem ein Sitzplatz angeboten wird oder die Tür aufgehalten wird.
Es ist höflich, bei einem formellen Kontakt ein Dokument, ein Geschenk, das Wechselgeld oder anderes mit zwei Händen zu überreichen, nicht mit nur einer Hand. Etwas mit der linken Hand zu überreichen, gilt als unhöflich.
In Fahrstühlen: derjenige Thai, der vorne an der Tür an den Knöpfen steht, ist nicht derjenige, der als erster den Fahrstuhl verlässt (wie das woanders normal ist), sondern er ist der, der den Fahrstuhl als letzter verlässt. Weil er am Armaturenbrett immer auf den "Tür auf"-Knopf drückt, damit sich die Fahrstuhltür nicht automatisch nach einigen Sekunden wieder schliessen kann.
Wenn jemand in einem Bus steht und eine grosse Einkaufstüte bei sich trägt, dann ist das in den Augen der Thais ein "Mensch in Not". Denn wegen seiner Tüte kann er sich ja nicht richtig im Bus festhalten. Eine Thai (meistens eine Frau) bietet dann diesem Menschen seinen Sitzplatz an oder deutet mit dem Kopf auf die Tüte. Das bedeutet: sie möchte diese Tasche an sich nehmen, damit der Stehende sich im Bus festhalten kann.
Aus all den Höflichkeiten sollte ein Farang keine falschen Schlüsse ziehen. Es mag so aussehen, als würde dem Thai das Wohlergehen anderer wichtiger sein als sein eigenes Wohlbefinden. Das stimmt so nicht. Der Thai ist ein Buddhist. Und der Buddhismus ist eine egoistische Philosophie, in der es eigentlich keinen Platz gibt für den "Mitmenschen".
Der Egoismus besteht darin: wenn ich dafür sorge, dass sich die Mitmenschen in meiner Umgebung wohl fühlen, dann freuen sich diese Menschen. Von Menschen, die sich freuen, geht viel positive Energie aus. Die Freude kommt so wieder zu mir zurück. Wenn ich einen anderen Menschen hingegen kritisiere, dann fühlt sich dieser Mensch nicht besonders gut. Mit Menschen, die sich nicht gutfühlen, kann man nur wenig Spass haben.

Ein deutscher Mann, der als Tourist nach Thailand kommt, möchte natürlich am Spass teilhaben. Und vielleicht will er auch eine Thaifrau kennen lernen. Eine Urlaubsbekanntschaft sozusagen. Möglichst kein Bargirl, sondern eine "normale" Thaifrau.
Aus Deutschland weiss er: man kann Frauen überall kennen lernen: in Cafés, im Bus, in Discos, auf der Strasse usw. Aber das ist halt der Westen. In Thailand (wie in ganz Asien) sollte ein Mann keine fremde Frau in der Öffentlichkeit ansprechen, auch nicht nach dem Weg fragen. Denn das ist SEHR unhöflich. Und ein Mensch, der unhöflich ist, hat bei den Thais schon von vornherein alle Chancen verspielt.
Während eine "normale" Thaifrau ohnehin null Interesse an einer Bekanntschaft mit einem deutschen Touristen hat, sieht es in den Bars ganz anders aus. Hier kann der deutsche Tourist zuschlagen und seine Chancen, eine "Urlaubsbekanntschaft" zu machen, liegen bei 100 %. Tagsüber arbeiten die Bargirls natürlich nicht, sondern bewegen sich wie "normale" Thaifrauen auch durchs Stadtgebiet. Ein deutscher Tourist kann also auch ausserhalb von den Bars eine Thaifrau kennen lernen. Denn Bargirls finden es auch in ihrer Freizeit nicht als "unhöflich", von einem Touristen angesprochen zu werden. Und der deutsche Tourist kann nun die Illusion haben, eine "normale" Thaifrau kennen gelernt zu haben. Man kann aber "normale" Thaifrauen leicht von Bargirls unterscheiden: letztere wollen bezahlt werden.
👉 "Ins Kino gehen": das ist ganz o.k. für beide, wenn beide dieselbe Sprache verstehen können. Denn Filme sind entweder auf Thai oder auf Englisch. Als Einstieg in eine Bekanntschaft ist das aber nicht zu empfehlen. Denn: unpersönlicher geht es nicht.
👉 "Ins Restaurant gehen" : Für Farangs ist ein Restaurantbesuch häufig etwas Besonderes. Essen gehen gehört für einen Thai aber in den Bereich der blossen Bedürfnisbefriedigung, mehr nicht. Ein Thai isst in der Regel nicht zu Hause, sondern in einem Restaurant. Und das manchmal fünf mal am Tag. Ein Restaurantbesuch stellt also für einen Thai keinen Höhepunkt dar.
Und da Thaifrauen nur selten Alkohol trinken und Cola dick macht, ist einfaches Wasser Standard-Getränk. Und da beide die Sprache des anderen nicht oder nur kaum verstehen, kommt also kaum Stimmung auf. Und die Thaifrau ist dann froh, wenn das Essen im Restaurant endlich überstanden ist.
"Denke nicht in Problemen, denke in Lösungen". (Johann Wolfgang von Goethe)
⭐ Thais wollen auch keine politischen und sozialen Themen analysieren. Zumindest nicht im Smalltalk mit Touristen. Denn die Dinge sind nun mal so, wie sie sind. Sie ändern sich nicht dadurch, dass man über sie redet. Das verdirbt nur den Spass.
"Es gibt drei Wahrheiten: Meine Wahrheit, deine Wahrheit und die Wahrheit. Suche nicht nach der Wahrheit, hör einfach auf, über alles eine Meinung zu haben." (nach Buddha)
"Wahre Meisterschaft wird dadurch erlangt, den Dingen ihren Lauf zu lassen." (Laotse)
⭐ Farangs sind problem-orientiert. Thais sind lösungs-orientiert. Oder besser: sie lassen im Normalfall den Dingen einfach ihren Lauf. Über ein Problem redet ein Thai mit fremden Leuten nur dann, wenn er hofft, dass sein Gesprächspartner zur Lösung des Problems beitragen kann (z.B. Geldmangel). Oder wenn gerade ein aktuelles Problem aufgetaucht ist (z.B. Mutter ist krank geworden).
⭐ Ein Gespräch ist für Thais nur Beiwerk, die Hauptsache ist immer der Spass. Ein Gespräch sollte daher ab und zu mal etwas lustig sein. Denn ein Farang, der eine Thaifrau zum Lachen (treffender: Kichern) bringt, hat ihr Herz fast schon gewonnen.
⭐ Neben dem Gespräch sollte es in der Kneipe aber auch was zu essen geben und es sollte irgendeine Art von Entertainment stattfinden. Und es wäre auch nicht schlecht, wenn man da nicht nur zu zweit herumsitzen würde, sondern noch ein paar (Thai-) Freunde dabei sein könnten. Eine Thaifrau fühlt sich bei einem Zusammensein mit einem Farang viel wohler, wenn auch ihre Thaifreundin dabei sein kann. - Auch sollte man nicht vergessen: was fürs Restaurant gilt, gilt auch für eine "Kneipe" - viele Thaifrauen trinken keinen Alkohol. Ein Farang sollte also seitens seiner Thaifrau nicht unbedingt auf eine alkoholbedingte Ausgelassenheit oder Zugänglichkeit nach 2,3 Stunden hoffen.
⭐ Ganz generell kann man sagen: wenn ein deutscher Tourist mit einem Bargirl ausgeht, dann ist das ein Geschäftsmodell. Wenn ein deutscher Tourist mit einer durchschnittlichen Thaifrau ausgeht, dann wird das nur dann für beide Seiten ein erfreulicher Abend, wenn der Tourist ein gewisses Einfühlungsvermögen in die Thaikultur und die Denkweise der Thaifrau hat. In der Regel gibt es zwischen den beiden nicht viel, worüber man reden könnte. Die Welt der Thais dreht sich - nicht ausschliesslich, aber zu einem großten Teil - um Besuche im Kloster, um Geister, um buddhistische Rituale, um buddhistische oder königliche Zeremonien, um Vorbereitungen auf kulturelle Veranstaltungen und um den nächstmöglichen Besuch bei der Familie (Vater, Mutter, Geschwister und Tanten) in der Provinz.
"Karma in Buddhism is action. Action in the form of the thinking. Thinking is acting. Speaking is acting. And doing things is acting. And every act has a result. That is Karma".
Viele Thais können zudem nicht schwimmen. Und Schwimmen bedeutet zudem eine unnötige Kraftverausgabung. "Die Thais haben eine tiefe Abneigung gegenüber der Fortbewegung aus eigener Kraft". - Trotzdem verreisen Thais gerne an Orte, wo es einen Strand und Wasser gibt: das sieht ästhetisch aus. Thais gehen auch gerne ins Meer (allerdings nur in voller Bekleidung). Sie halten sich dann aber nur im Uferbereich auf und planschen dort und spritzen sich gegenseitig nass. Aber nicht in praller Mittagssonne!
👉 Zusammen verreisen: Thais verreisen gerne. Und du brauchst gar nicht lange zu überlegen, wohin denn die Reise gehen könnte. Denn Thais träumen nicht davon, auf die Bahamas oder nach New York zu fliegen, sondern nach Hause zu ihren Eltern in der Provinz zu fahren. Möglichst zehnmal im Jahr. Zu Songkran (thail. Neujahrsfest, das für manche zwei Wochen dauert) verreisen 60 % aller Einwohner von Bangkok. 99 % dieser Bangkoker fahren in die thailändische Provinz zu ihren Eltern. - Ins Ausland reisen Thais nur ungerne und noch ungerner mit ihrem deutschen Freund nach Europa. Denn die Thais haben schon von ihren Thai-Freundinnnen gehört: in Deutschland ist es kalt, es gibt kaum thailändisches Essen, es gibt viele unhöfliche Leute, es gibt keinen Spass, es gibt keine Kultur - und die eigene Familie ist weit weg. In Deutschland fühlt man sich als Thai einsam. Das ist jedenfalls die eine Seite. Die andere Seite ist: ein Thai denkt immer positiv. Und da fallen einem Thai, der in Deutschland lebt, immer ein paar schöne Dinge ein, die er über Deutschland sagen kann.
Thais sind am liebsten mit ihrer Familie und ihren Freunden zusammen. Weil man mit denen am meisten Spass haben kann. Nur sehr wenige Thais wünschen sich, alleine oder zu zweit durch die Welt zu reisen. Sie wollen auch nicht unbedingt viel erleben, es sei denn zusammen mit der Familie oder mit Freunden. Wobei die älteren Thais ohnehin am liebsten immer zuhause sind. Daher sieht man auch nur wenig ältere Thais in den Strassen oder Shopping Malls - praktisch gar keine.
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| Der Feiertags-Stau zieht sich weit hin: hier 250 km nördlich von Bangkok. |
👉 Radfahren, Wandern, Klettern, Jogging usw.: auch das sind für Thais Aktivitäten, die eine unnötige Kraftverausgabung bedeuten. Wer solche Freizeitaktivitäten plant, sollte sie besser ohne die Thais machen. Wenn sich allerdings die Anstrengungen in einem begrenzten Rahmen halten und Freunde dabei sind, mit denen man Spass haben kann, machen auch Thais beim Radfahren, Wandern, Klettern usw. mit. In diesem Zusammenhang sollte auch gesehen werden, dass "Fit-Sein durch Sport" eigentlich ein zentraler Punkt in der Schulerziehung ist. Hier findet der Sport aber immer als Gemeinschaftserlebnis statt. Und als etwas, das Spass bringen soll. Sport als Selbstzweck oder als Lebensinhalt steht nicht auf dem Programm.
Im Lumphini-Park finden täglich Aerobic-Übungen statt. Das ist für Thais OK. Die Anstrengungen sind begrenzt, es macht Spass und man ist mit anderen Leuten zusammen.
👉 Wenn Thais irgendwo hingehen, um Spass zu haben, dann möglichst nicht zu zweit. Je mehr Freunde/Arbeitskollegen/ Klassenkameraden dabei sind, desto mehr Spass.
Das Ganze kann sich auch im Appartment abspielen: es wird Essen und Trinken im Restaurant bestellt und dann sitzen alle auf dem Fussboden im Kreis - das Essen in der Mitte - und essen und trinken. Thaimänner trinken meistens Thai-Whisky, der stark mit Wasser und Eiswürfeln verdünnt wird. Leute, die etwas mehr Geld haben, trinken auch Bier. Frauen trinken meistens keinen Alkohol, machen aber an besonderen Tagen schon mal eine Ausnahme. Zuhause im Appartment feiern aber nur die Thais, die etwas knapp bei Kasse sind. Denn der Unterhaltungswert ist hier ziemlich niedrig.
👉 Thais lieben es auch, mit Freunden in ein Karaoke-Restaurant zu gehen. Hier singt man Lieder und manchmal steht einer auf und tanzt. Dazu werden Salate gegessen und Schnaps getrunken.
👉 Spass bedeutet auch, in eine "Disco" zu gehen, die aber nur den Namen mit europäischen Discos gemein hat. Thailändische Discos sind meistens grosse Veranstaltungsräume, wo eine Live-Band Musik spielt. Oder wo eine Show oder sonstwas geboten wird. Und wo es natürlich auch was zu essen gibt.
in Bang Chak/ Bangkok zu Gangnam Style
👉 Thais wetten gerne. Es gibt eine ganze Wett-Industrie. Glücksspiele sind in Thailand eigentlich verboten. Daher gibt es Reise-Unternehmer, die in Luxusbussen Thais nach Poipet (das liegt direkt an der thai-kambodschanischen Grenze) fahren, wo sie dann auf kambodschanischem Hoheitsgebiet in Kasinos wetten und spielen können. Die Fahrt dahin ist umsonst (sie wird bezahlt von den kambodschanischen Kasinos). Es gibt jedoch schon seit langem Überlegungen, auch in Thailand Kasinos zuzulassen. An bestimmten Orten in der Provinz.
In Bangkok (wie auch woanders) sieht man immer wieder Losverkäufer, bei denen sich Thais gerne Lose mit ganz bestimmten Zahlen kaufen. Das sind dann Lose der Staatlichen Lotteriegesellschaft. Die ist legal. Alle anderen Lotterien und Wettbüros sind illegal. Besonders zu Zeiten von Fussball-Weltmeisterschaften werden immer wieder Razzien durchgeführt, wo illegale Wettbüros im Visier stehen. Unter dem Strich sind illegale Wetten eher ein Kavaliersdelikt und die Polizisten, die an solchen Razzien teilnehmen, nehmen z.T. wohl auch selbst an solchen illegalen Wetten teil.
Vereine wie Manchester United sind in Thailand sehr beliebt und allseits bekannt. Wobei viele Leute aus der Unterschicht wohl nicht einmal wissen, wo England eigentlich liegt.
Gewettet wird auf alles, wo es Gewinner und Verlierer gibt. Nicht nur beim Fussball, sondern besonders auch bei Muay Thai-Veranstaltungen (Thaiboxen) und bei Hahnenkämpfen. In der Provinz gibt es kaum ein Dorffest, auf dem nicht auch ein Ring aufgebaut ist, wo dann die Thaibox-Kämpfe stattfinden. Hier treten auch kleine Jungs und Mädchen gegeneinander an. Eine Vertrauensperson wie z.B. ein Schullehrer nimmt dann die Wetten an und zahlt die Gewinne aus. Eigentlich ist das illegal, aber so genau nimmt man das nicht.
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| Einweihung des hauseigenen Geisterschreins |
Ein Westler ist gut beraten, wenn er jede abwertende Bemerkung gegenüber dem Geisterglauben im Beisein von Thais für sich behält. Sein thailändischer Gastgeber könnte ansonsten befürchten, dass er Unglück über sein Haus bringt. Denn Geister mögen es nicht, wenn man sie nicht respektiert.
Vor oder auf Shopping Malls oder Geschäftshochhäusern kann man besonders grosse und aufwendige Geisterhäuser sehen. Hier wird das Geisterhaus vor dem "Jasmin International"-Komplex eingeweiht.
Welche Bedeutung haben diese Häuschen?
Man glaubt, dass jedes Stück Erde von einem Geist bewacht bzw. bewohnt wird. Will man also auf einem Grundstück ein neues Haus bauen, so wird es allgemein als vernünftig angesehen, dem ansässigen Geist ein neues Dominizil anzubieten.
Dazu wird eine Art Geomanter herbeigerufen - meist ein brahmaischer Priester. Diesem obliegt es, einen geeigneten Platz für das neue Geisterdominizil zu finden. Die Häuschen müssen entweder nach Norden oder nach Süden ausgerichtet sein. Der Schatten des neuen Menschen-Hauses darf auf gar keinen Fall das Geisterdominizil verdunkeln. Werden diese Regeln nicht beachtet, kann das böse Folgen haben!
Das Geisterdominizil sollte auf einem Pfosten stehen. Vor dem meist einzelnen Zimmer befindet sich eine Terrasse, auf der die Gaben für den Geist platziert werden.
Ein Geist lebt in Vollpension. Vormittags gibt es Reis, Obst und Tee oder Cola. Abends werden Blumen gebracht und Räucherkerzen angezündet.
Für handfeste, gegenwärtige Probleme sind die Geister zuständig. So ist es kein Problem, den Hausgeist z.B. um Hilfe bei einem bevorstehenden Examen zu bitten. Man kann ihnen auch einen Deal vorschlagen, so in der Art: "Du hilfst mir morgen bei meinem Problem, dafür bringe ich Dir abends eine Flasche Rum."
Quelle
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| Jeden Tag wird der Erawan-Geist mit Blumenketten überhäuft |
Nicht nur vor den Geistern hat ein Thai einen tiefen Respekt, sondern auch vor dem Karma. Jedes Handeln im Alltag hat eine Auswirkung aufs Karma. Jedes Handeln, ob gut oder schlecht, findet seinen Weg zurück. Oder wie Albert Einstein sagen würde: Jeder bekommt die Realität, die er verdient.
"Der Jammer mit den Weltverbesserern ist, daß sie nicht bei sich selber anfangen." (Mark Twain)
Zitat: “Natural talent, intelligence, a wonderful education – none of those guarantees success. Something else is needed: the sensitivity to understand what other people want and the willingness to give it to them.” (John C. Maxwell)
“I will pay more for the ability to deal with people than for any other ability under the sun.” (John D. Rockefeller).
Thais haben z.B. die Neigung, Abfälle in die Kanäle zu werfen. Und sie lassen sich auch nicht abschrecken durch Warnschilder, auf denen eine Strafe von 10.000 Baht angedroht wird. Der Bezirks-Chef von Lat Krabang entfernte dieses Schild und hat es durch ein neues ersetzt. Auf dem stand der Text:
"Wer Abfälle in den Kanal wirft, soll mit einem Leben voller Probleme bestraft werden. Wer keine Abfälle in den Kanal wirft, dem wünschen wir ein erfolgreiches Leben."
Die Androhung eines Fluches hatte einen durchschlagenden Erfolg: kein Thai wirft nun noch Abfälle in den Kanal (siehe Foto unten).
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| Androhung eines Fluches |
The important distinction is that your actions be selfless. You cannot preform kindnesses and compassionate acts with the expectation of expecting anything in return. SELFLESS. You cannot trick the system. If you do something ‘good’ to get ‘good’ back, this is an inherently selfish action, and in the end unproductive.
Ein 5jähriges Mädchen (siehe Foto) hat in einem 7 Eleven-Laden 5 Baht Wechselgeld zuviel zurückbekommen. Einen Monat lang hatte sie deswegen "Gewissensbisse". Dann schickte sie einen Brief zusammen mit den 5 Baht an den Manager von 7 Eleven. Artikel 16.6.2015: Little girl writes 7-Eleven to return 5 baht
Thailand ist nicht das Land des Lächelns, weil Thais ununterbrochen lächeln, sondern weil Thais auch in Situationen lächeln, in denen z.B. Westler nicht lächeln würden. Es hat vor allem soziale Funktionen. Ein Thai-Lächeln kann folgendes ausdrücken:
⭐ allgemeine Heiterkeit und Spass am Leben
⭐ allgemeine Aufgeschlossenheit im Gespräch mit Fremden
⭐ "Verzeihung" (= "Da habe ich wohl Mist gebaut...")
⭐ "danke" oder "bitte"
⭐ Konfliktvermeidung (= "kein Kommentar". Anstatt bei Konflikten die Nerven zu verlieren, lächelt ein Thai, d.h.er bewahrt sein "kaltes Herz" (dschai yen)
⭐ Verlegenheit ( = "tut mir leid, es geht leider nicht"). Oder: du sprichst mit einem Thai und er antwortet dann nicht, sondern lächelt nur. Das bedeutet dann nicht, dass er sich freut über das, was du gesagt hast, sondern: "Keine Ahnung wovon du sprichst....".
⭐ "nein" ( es gibt in der Thai-Sprache kein Wort für "nein", weil es unhöflich ist)
fast niemals bedeutet ein Lächeln "Ja" oder "einverstanden!". Es bedeutet auch nicht "ich liebe dich"... - wie manche Westler vermuten.
⭐ Bedienungspersonal, Untergebene allgemein usw.lächeln, wenn sie mit einem Höhergestellten reden, um den Höhergestellten mild zu stimmen.Während der "Höhergestellte" nicht zurücklächelt. Ein Gast in einem Restaurant z.B. ist automatisch höhergestellt als die bedienende Kellnerin.
Wenn es keinen Grund gibt, lächeln Thais nicht. Wer sich mal die Passfotos von Thais ansieht, der wird fast nie ein lächelndes Gesicht sehen. Ähnliches gilt für formelle Gruppenfotos (z.B. von einer Firmen-Belegschaft), von Wahlplakaten usw.
Thailand has been spotlighted as the leading country for marital infidelity, as a comprehensive 2024 study ranks it highest among nations with spouses frequently engaging in cheating. This revelation comes from an analysis combining data from BedBible, World Population Review, and Insider Monkey, shedding light on global infidelity trends.
In a surprising twist, Thailand is the sole Asian country to feature in the top 20 list, with about 51% of married individuals admitting to infidelity. This offers a striking contrast to other countries, where cultural norms and societal pressures might influence such behaviour.
The results underscore significant issues related to trust and commitment within marriages worldwide, transcending cultural and geographical boundaries. Ranking just behind Thailand, Denmark sees a 46% infidelity rate, closely followed by Germany and Italy at 45%, and France at 43%.
This study provides a new lens through which to view infidelity, a complex and often concealed issue. With Nordic countries like Norway (41%) and Finland (36%) also featuring prominently, the findings suggest that even societies known for progressive views on relationships face challenges around marital fidelity.
In Europe, countries such as Belgium, Spain, and the United Kingdom report considerable infidelity rates, highlighting that this phenomenon is not bound by cultural norms or relationship structures. In North America, Canada and the United States show lower, yet still significant, rates of 36% and 35% respectively.
A closer examination reveals that men are generally more likely to admit to infidelity, with a higher prevalence among those aged 30 to 60. However, there's an emerging trend where women are increasingly engaging in infidelity, though often with greater discretion. This shift could reflect changing dynamics in gender roles and expectations within marriages.
Another intriguing aspect is the rise of emotional infidelity, especially among women. Many individuals underestimate the impact of online interactions, not realising their emotional investment could equate to unfaithfulness. As digital communication becomes embedded in daily life, the boundaries between friendship and infidelity blur, further complicating relationships.
Die Verbindung zwischen Eltern und Kinder ist meistens sehr intensiv. Es gibt ein stark ausgeprägtes Zusammengehörigkeitsgefühl, das seine Grundlage findet in einem gegenseitigen, allumfassenden Vertrauen. Nur wenige Eltern würden jemals auf den Gedanken kommen, ihre Kinder zu kritisieren. Und niemals würden Kinder ihre Eltern kritisieren. In Thailand kritisiert ohnehin keiner keinen. Jeder wird so genommen, wie er ist. Oder anders: man mischt sich nicht in das Leben anderer Menschen ein.
Die Herkunftsfamilie ist für jeden Thai der Lebensmittelpunkt. Zusammen mit seiner Familie ist er glücklich. Ein Thai ist daher nicht auf der ständigen Suche nach guten Freunden, nach einer erfüllten Zweierbeziehung oder nach der grossen Liebe. Seine Familie reicht ihm. Freunde und Zweierbeziehungen sind nur eine willkommene Zugabe.
Da es in weiten Bereichen keine staatliche Altersversorgung gibt (vor allem bei Arbeitern und Bauern), kommen Kinder für den Unterhalt ihrer Eltern auf. Töchter fühlen sich mehr verantwortlich als Söhne. Töchter überweisen nicht selten monatlich jeden Cent, den sie entbehren können.
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Solche Nachrichten findet man häufig auf Facebook: "Von diesem Leben erbitte ich nichts. Nur eines: dass Vater und Mutter gesund sind - das reicht." |
37 % der Thais leben in Grossfamilien mit drei Familien unter einem Dach. Nur 27 % leben in Kernfamilien: Extended families now biggest group in society
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| Mein Superhero: der Müllmann |
In Thailand orientiert sich die Einstellung zu Geld stark an den Werten von Gemeinschaft und Mitgefühl. Thailänder betrachten Geld nicht als isoliertes Mittel für individuelles Wohl, sondern sehen es als eine Ressource, die zum Wohle der Gemeinschaft eingesetzt werden sollte.
Während ein westlicher Ansatz oft den Fokus auf persönliche Sicherheit und zukünftige finanzielle Planung legt, verstehen Thailänder Geld häufig als einen temporären Wert, der dafür genutzt werden sollte, um anderen zu helfen.
Ein bedeutender Aspekt der thailändischen Kultur ist das Konzept des „Jai“, was so viel wie „Herz“ oder „Mitgefühl“ bedeutet. Thailänder fühlen sich verpflichtet, anderen in ihrer Umgebung finanziell zu helfen — sei es durch das Leihen von Geld oder das Unterstützen von Familienmitgliedern.
Dies manifestiert sich in alltäglichen Situationen: Wenn Freunde, Familie oder sogar Bekannte finanzielle Hilfe benötigen, ist das Teilen von Ressourcen eine selbstverständliche Geste.
Diese Haltung fördert enge Beziehungen und ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Auf der anderen Seite zeigt sich bei westlichen Kulturen oft eine andere Sichtweise auf Geld.
Hier steht das persönliche Wohl und die finanzielle Eigenverantwortung im Vordergrund. Geld wird als Mittel betrachtet, um sich selbst einen gewissen Lebensstandard zu sichern und für zukünftige Unsicherheiten vorzusorgen.
Diese unterschiedlichen Perspektiven können zu Missverständnissen führen, wenn kulturelle Unterschiede nicht offen kommuniziert werden. Um die Grundlage einer gesunden Beziehung mit einer thailändischen Frau zu schaffen, ist es wichtig, frühzeitig über finanzielle Aspekte zu sprechen.
Thailänderinnen könnten dazu tendieren, finanzielle Unterstützung als selbstverständlich anzusehen, während westliche Männer möglicherweise zurückhaltend sind, was die Freigebigkeit angeht.
Hier kann ehrliche Kommunikation helfen, Missverständnisse zu vermeiden. Teilen Sie Ihre Ansichten über Geld, Ihre finanziellen Grenzen und das Bedürfnis, für die eigene Zukunft zu sparen.
Eine positive Herangehensweise könnte darin bestehen, eine Übereinkunft zu treffen, bei der die thailändische Partnerin ein gewisses Taschengeld erhält, das sie nach eigenem Ermessen verwenden kann. Dies signalisieret sowohl Großzügigkeit als auch Respekt für die Unterschiede in der finanziellen Denkweise.
Einen weiteren Punkt, den viele in einer Beziehung mit einer thailändischen Frau bedenken sollten, ist die gesellschaftliche Erwartung, Wohlstand zu zeigen. In Thailand sind sichtbare Zeichen des Wohlstands wie Schmuck oder Autos nicht nur Statussymbole, sondern auch eine Form des Respekts und der Anerkennung in der Gemeinschaft. Das bedeutet, dass der Partner sich darüber bewusst sein muss, wie diese kulturellen Erwartungen in das eigene Beziehungsleben hineinspielen können.
Abschließend lässt sich sagen, dass die thailändische Einstellung zu Geld tief in kulturellen Werten verwurzelt ist, die Gemeinschaft, Fürsorge und Mitgefühl fördern.
Um eine erfüllende Beziehung zu einer thailändischen Frau aufzubauen, ist es essenziell, sensibel mit diesen Unterschieden umzugehen und transparente Gespräche über Finanzen zu führen.
So können Missverständnisse minimiert und eine harmonische Partnerschaft aufgebaut werden, die von gegenseitigem Vertrauen und Respekt geprägt ist, wozu es nur von Vorteil ist, die thailändische Sprache zu lernen.






























































